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  • Heike Dahner

Heilung

Was bedeutet Heilung? Was bedeutet Heilung für DICH?

Ich habe mal wieder gestöbert was ich darüber so finden konnte und ich war ziemlich überrascht. Da ist die Rede von z.B. Gesundwerden, einer psychischen Befreiung von Etwas, die Wiederherstellung der körperlichen und seelischen Integrität und vom Ganz-Werden. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „HEIL“ heißt: Gesund, unversehrt, gerettet, ganz, vollständig, frisch, ungeschwächt. Das Wort „Heil“ drückt Begnadigung, Erfolg, Ganzheit, Gesundheit und in christlicher Bedeutung insbesondere Erlösung aus.

Im Neuen Testament ist Heil die Übersetzung des griechischen Wortes σωτηρία (sotēría), was ebenfalls Rettung und Erlösung bedeutet.

Wie wir alle wissen, wurde das Wort Heil in den Zeiten des Nationalsozialismus komplett missbraucht und ins Gegenteil verkehrt.

Wir benutzen das Wort „HEIL“ öfter umgangssprachlich als wir es tatsächlich bewusst wahrnehmen. Beispielsweise wenn man sich unter Skifahrern gegenseitig ein „Ski Heil“ wünscht oder sich traditionell die Jäger mit den Worten „Waidmannsheil“ begrüßen, was wiederum die Angler mit dem Fischergruß „Petri Heil“ tun. Für mich bedeutet „Heil – ung“, dass die Wunden, die ich durchlebt habe, zu mir gehören, wie z.B. eine Narbe. Es ist ein Gefühl von: Sie sind zwar in meinem Leben gewesen, aber sie ziehen keine negativen Energien mehr nach sich. Es ist wie etwas Kostbares, was mich lebendig hält und mich an meine bereits durchlebten Erfolge erinnert.

Es ist wichtig durch diesen Schmerz der „Heil – ung“ zu gehen, es ist die Berührung mit sich selbst. Und zwar mit deinem wahren SELBST. Wunden können heilen. Wenn der Schmerz kommt, dann nehme ihn an und gehe in Kontakt mit ihm, also mit dir selbst. Entscheide DU selbst, was dir guttut, was du brauchst, was dich unterstützt, was dir hilft. Wie zum Beispiel eine gute Freundin, einen mitfühlenden Freund oder Verwandten, eine(n) Therapeuten/in, eine(n) Gesprächspartner/in. Mir persönlich haben unter anderem die astrologischen Symbolaufstellungen geholfen.


Hierzu eine kleine Geschichte, die zum Thema „Heil“ sehr gut passt: Die Geburt des Schmetterlings

Ein Wissenschaftler beobachtete einen Schmetterling und sah, wie sehr sich dieser abmühte, durch das enge Loch aus dem Kokon zu schlüpfen. Stundenlang kämpfte der Schmetterling, um sich daraus zu befreien. Da bekam der Wissenschaftler Mitleid mit dem Schmetterling, ging in die Küche, holte ein kleines Messer und weitete vorsichtig das Loch im Kokon damit sich der Schmetterling leichter befreien konnte.

Der Schmetterling entschlüpfte sehr schnell und sehr leicht. Doch was der Mann dann sah, erschreckte ihn doch sehr. Der Schmetterling der da entschlüpfte, war ein Krüppel.

Die Flügel waren ganz kurz und er konnte nur flattern aber nicht richtig fliegen. Da ging der Wissenschaftler zu einem Freund, einem Biologen, und fragte diesen:

"Warum sind die Flügel so kurz und warum kann dieser Schmetterling nicht richtig fliegen?"

Der Biologe fragte ihn, was er denn gemacht hätte. Da erzählte der Wissenschaftler dass er dem Schmetterling geholfen hatte, leichter aus dem Kokon zu schlüpfen.

"Das war das Schlimmste was du tun konntest. Denn durch die enge Öffnung, ist der Schmetterling gezwungen, sich hindurchzuquetschen. Erst dadurch werden seine Flügel aus dem Körper herausgequetscht und wenn er dann ganz ausgeschlüpft ist, kann er fliegen.

Weil du ihm geholfen hast und den Schmerz ersparen wolltest, hast du ihm zwar kurzfristig geholfen, aber langfristig zum Krüppel gemacht."

Wir brauchen manchmal den Schmerz um uns entfalten zu können - um der oder die zu sein, die wir sein können.

Deshalb ist die Not oft notwendig - die Entwicklungschance die wir nutzen können.

(Verfasser unbekannt)


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